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Kommentare (14)

  • Kristina Meyer
    Kristina Meyer
    vor 3 Wochen
    Vielen Dank für die anschauliche Rezension des Buches! Sie hat wirklich mein Interesse geweckt, das Buch zu lesen und mich weiter mit der Klinik Lacans zu beschäftigen. Als Kulturwissenschaftlerin habe ich bereits an der Uni mehrfach Berührungspunkte mit der Theorie gehabt. Deshalb erstaunt es mich sehr, dass die Ansätze von Lacan noch längst nicht in die Krankenkassen-Psychoanalyse aufgenommen wurden. Lässt sich denn die Psychoanalyse heutzutage ernsthaft betreiben, ohne diese Erkenntnisse zu berücksichtigen? Was hat Ihre Vereinigung bislang davon abgehalten?
  • Herold Binsack
    Herold Binsack
    vor 3 Wochen
    Korrekturlesen
    Ein wunderbarer Beitrag. Ergänzen würde ich allerdings noch, dass die kapitalistische Gesellschaft - wie überhaupt die Klassengesellschaft - Rassismus und Fanatismus strukturell/überindividuell hervor zu bringen scheint. Wir also nicht nur von kranken Individuen sondern Gesellschaften reden dürfen. Der daraus erfolgende Klassenkampf trägt natürlich auch die "Muttermale" (Lenin) dieser Gesellschaften, welche es in diesem Kampf zu überwinden gilt. Doch unabhängig davon sind die vermutlich technisch bedingten Fehler in diesem Beitrag ("ß" fehlt z.B. oft) schon störend.
    Mit freundlichen Grüßen
    Herold Binsack
  • Heiko Gürke
    Heiko Gürke
    vor 3 Wochen
    Gender Ver(w)irrungen
    Für mich hört sich das an, wie der sexuelle Wunschtraum von Homosexuellen! Ich habe in meinem Leben immer viel Kontakt mit schwulen Männern und lesbischen Frauen gehabt, da ich ende der 80er, Anfang der 90er in der beginnenden Techno, Rave Community unterwegs war! Und wer sich ein wenig auskennt, weiß das in dieser Szene viele homosexuelle waren! Da ich offen und tolerant erzogen wurde, war es anfangs erstaunlich für mich das gerade in der Welt der elektronischen Musik und den dazugehörigen Clubs scheinbar mehr Schwule und Lesben waren, als bei anderen Musik bzw. Feierszenen. Aber das bereitete mir keine Probleme, ganz im Gegenteil machte das gerade auch die besondere Stimmung und den Flair der Techno und Rave Szene aus! Und dadurch lernte ich viele homosexuelle Männer und Frauen kennen und mit einigen entstanden enge Freundschaften! Eine Tendenz fiel mir interessanterweise bei eigentlich allen fest und das war das infrage stellen meiner ausschließlich heterosexuellen Ausrichtung! Das war immer wieder Thema und ich bemerkte diese Tendenz tatsächlich bei allen. Und die Infragestellung, oder Charakterisierung der Heterosexualität passt in diesem Kontext genau ins Bild! So wie ich nur den Kopf schütteln kann, wenn ich immer noch von manchen Menschen höre Homosexualität sei eine Sache der Erziehung und man könnte sie durch bestimmte Maßnahmen wieder beenden und solch einen Unsinn, so geht es mir genauso wenn ich heute lese, daß Heterosexualität durch ihre Beschreibung als Norm, oder ihrer Bezeichnung als richtig und alles andere sei falsch, den (jungen) Menschen sozusagen fälschlicherweise aufgedrängt wird. Das ist in meinen Augen tatsächlich völliger Unsinn!
    • Elias Pran
      Elias Pran
      vor 3 Wochen
      Aus eigenen Ängsten soll man keine missionarische Aufgabe machen
      Es geht nicht um richtig oder falsch. Für mich geht es vielmehr um die Wahrnehmung eigener psychischer Entwicklung, um die Zusammenhänge zwischen dem was ich geworden bin und der frühkindlichen Erfahrung in meiner Familie. Es geht vor allem um die Frage, wie war die elterliche Beziehung und wie ist es mit der unbewussten Identifikation mit der Mutter und dem Vater (oder der dritten Person überhaupt) gewesen. Wir alle haben unsere Entwicklungspunkte, an denen wir mehr oder weniger psychische Fixierung wahrnehmen und unsere lebenslangen Themen, die uns in den Beziehungen bewusst werden. Und wenn in der frühkindlichen Entwicklung die dominante Mutter aus manipulativen, selbstüberhöhenden oder depressiven Gründen es dem Kind schwer macht, sich von der Mutter emotional zu distanzieren, weiter zu entwickeln und gleichzeitig der Vater schwach, abwesend, desinteressiert oder sogar verächtlich sich dem Kind gegenüber verhält, dann kann sich das Kind aus der unbewussten Identifikation mit der Mutter nicht lösen. Eine Subjekt-Objekt-Differenzierung und die Wahrnehmung der Getrenntheit gelingt dann nur partiell oder gar nicht. Nach der klassischen Vorstellung der psychischen Individuation ist aber diese Fähigkeit eine wichtige Voraussetzung für ein innere Autonomie, eine gute Ich-Wahrnehmung und ein Ich-gesteuertes Leben. Ansonsten bleiben die hilflosen Mechanismen der Identifikation mit der Mutter (betont weibliche, einfühlsame, dienende, zugewandte etc. Rolle in homosexuellen Beziehungen) oder ein hilfloser Versuch sich mit der Vorstellung vom Vater als einer eher aggressiven, nach Außen orientierten, dominanten, bestimmenden Person zu identifizieren und in homosexuellen Beziehungen sich als von der Mutter getrenntes Subjekt zu erleben. Beide Versuche sind auf die Ablösung ausgerichtet und nicht aus einer inneren Unabhängigkeit zu einem anderen ebenfalls weitgehend autonomen Subjekt in den Kontakt zu treten.
      Das ist weder vorurteilend noch entwertend gemeint ! Aber man muss sich z.B. in der Lehranalyse diesen Gefühle, abgewehrten Ängsten (z.B. verschlungen zu werden) und der eigenen Geschichte stellen. Es muss sich nichts oder nicht viel ändern, aber die eigenen Schwierigkeiten mit dem eigenen Leben produktiv, selbstbestimmt und reif umzugehen muss man nicht als eine besondere Gabe vor sich tragen oder prallen. Auch die Künstler müssen nicht leidend sein, um gute Kunst zu machen. Man kann mit seiner Geschichte auch gut leben, ohne daraus eine Ideologie zu machen. Und darüber hinaus, noch zu verlangen, dass man für seine Entwicklungsmühen noch einen besonderen gesellschaftlichen Stellungwert und missionarisch aufklärerische Anerkennung bekommt, halte ich für vermessen. Die narzistisstische Selbstüberhöhung ist auch ein hilfloser Abwehrmechanismus der Angst und einer tiefen Unsicherheit.
  • Franz Ruf
    Franz Ruf
    vor 3 Wochen
    Franz Ruf - Satzungs-Ergänzung
    Bin zwar kein DPG-Mitglied (anderer Mediz.bereich), halte den ethischen Anspruch der Satzung schonmal für nen guten Grundstock und rate zu seiner Ergänzung bzgl rassist Denke; ist ja eh erstaunlich mit welch flacher Selbstreflexion sich jmd zugleich der klaren offenen humanist Freudschen Sichtweise bekennt, überhaupt völkisch enge Scheuklappen entwickeln kann. Aber Etienne stimme ich lediglich nicht bei der Sorge des Totdiskutierens zu; diese Debatte ist angesagt
  • Jörg Herrig
    Jörg Herrig
    vor 3 Wochen
    Ein Gläschen Wein bitte!
    ein artikel, bei dem man nur den kopf schütteln kann. alkohol wird gezielt verharmlost, als nahrungsmittel und cannabis verteufelt. sicherlich ist cannabis keine harmlose freizeitdroge und wird sicherlich auch verharmlost und unkritisch dargestellt, alkohol ist aber auch kein nahrungsmittel wie ein apfel. und hier fehlt der blick für das individuum. holm-hadulla macht den fehler, die ursache für die probleme seiner patienten in einer substanz zu suchen, anstatt sich zu fragen, warum diese patienten genau diese substanz benötigen. leider klingt er so wie ein typischer konservativer warner vor dem unheil, dass andere drogen - außer seiner eigenen - bringen.
  • Christoph Cremer
    Christoph Cremer
    vor 3 Wochen
    Ein sehr ausgewogener und hilfreicher Artikel!
  • Nuschka Druschka
    Nuschka Druschka
    vor 3 Wochen
    - Danke!
    Herzlichen Dank für diesen gründlichen und sachlichen Artikel. Ich bin geboren 1977 und ging ab meinem 5. Lebensmonat in eine Krippe, mit anderthalb Jahren für ca. 6 Monate in einer Wochenkrippe. Jetzt, 40 jährig, mache ich meine dritte oder vierte Psychotherapie, diesmal analytisch und entdecke unfassbare Ähnlichkeiten zu Ihrem Text. Ich entdecke diese Muster heute noch bei meiner Mutter, wenn sie mit meinen Kindern interagiert. Es ist gruselig. Ich selbst bin promovierte Pädagogin und war mir über diesen dunklen Teil meiner Entwicklung bis heute kaum bewusst. Die weitere Aufdeckung und Aufarbeitung der Umstände und Zustände ist dringend erforderlich!
  • Manuela Keilholz
    Manuela Keilholz
    vor 3 Wochen
    - Wochenkrippe - Frühe Kindheit in der DDR
    Ich bin außerordentlich dankbar für diesen sehr ausführlichen Artikel. Ich selbst bin 1960 in Ostberlin geboren und etwa 1962 bis zum Schuleintritt in eine solche Wochenkrippe gegeben worden. Fehlende Empathie, Kälte und Liebesmangel begleiteten mich mehr unbewusst als bewusst. Nur tiefe Traurigkeit und Einsamkeit in der Gemeinschaft von Kindern fühlte ich bis ins Erwachsenenalter hinein. Auf der Suche nach vielen Antworten, die mir meine Eltern nicht geben wollten, begab ich mich 2011 nach einem psychischen Zusammenbruch (ich war nicht mehr leistungsfähig, ständig und immer längere Arbeitsunfähigkeiten) in professioneller Therapie. Tiefenpsychologisch alles aufgearbeitet und dennoch Probleme, wenn ich gerade dieses Thema Wochenkinderheim und Trennungsängste angehe. Danke für diesen tollen Artikel. Ich finde mich an vielen Stellen auch tatsächlich wieder.
  • Sabine Neuhaus
    Sabine Neuhaus
    vor 3 Wochen
    Lektüreempfehlung
    Die DDR-typische Affektisolierung wurde bereits 1992 sehr ausführlich durch H.-J. Maaz beschrieben. Lektüreempfehlung: Der Gefühlsstau - ein Psychogramm der DDR.
  • Dr. Dunja Voos
    Dr. Dunja Voos
    vor 3 Wochen
    Psychoanalytiker kritisieren ZEIT-Artikel
    Viele Psychoanalytiker melden sich gegen den ZEIT-Artikel "Was bringt Psychotherapie?" (11/2016) zu Wort. Auch auf Twitter und Facebook haben sich Psychoanalytiker/Psychoanalytikerinnen kritisch geäußert. Zum Beispiel hat der angehende Psychoanalytiker Christian Dürich ausführlich hierzu gebloggt und auch einen Leserbrief in der ZEIT veröffentlicht: http://analyze-that.de/leserbrief-als-reaktion-auf-den-zeit-artikel-was-bringt-psychotherapie.
    Auch ich selbst (in Psychoanalyse-Weiterbildung in der Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf) habe darüber gebloggt: http://www.medizin-im-text.de/b...herapie/

    Leserbrief als Reaktion auf den Zeit-Artikel "Was bringt Psychotherapie?" | Analyze that - ein psychoanalytisches Blog
    Leserbrief als Reaktion auf den Zeit-Artikel "Was bringt Psychotherapie?" ...
    analyze-that.de/leserbrief-als-reaktion-auf-d ...
    In Ihrem Leitartikel "Was bringt Psychotherapie?" hat die Zeit einseitig gegen Psychodynamische Psychotherapie polarisiert. Hier meine Antwort.
  • Eleonore Altmann
    Eleonore Altmann
    vor 3 Wochen
    Wirksame Psychotherapieverfahren?
    Ein kritischer Kommentar zum Artikel auch aus Sicht der humanistischen Psychotherapie hier:
    https://www.gwg-ev.org/blog/wir...erfahren
  • Dr. Dunja Voos
    Dr. Dunja Voos
    vor 3 Wochen
    Danke
    Ein wunderbarer Beitrag, vielen Dank dafür! In meinem Weblog habe ich darauf verlinkt: http://www.medizin-im-text.de/b...syndrom/
  • Andreas Renzel
    Andreas Renzel
    vor 3 Wochen
    Lieber Herr Dr. Brodbeck,
    ich danke Ihnen sehr für Ihre Rezension. Ich hatte mir das Buch bereits vor einem Jahr gekauft, hatte es nach mehrmaligen Leseversuchen wieder weggelegt, weil ich die beschriebenen Mordtaten kaum ertragen konnte, habe die von ihnen beschriebenen Affekte und mehr erlebt. Ihre gut verständliche Zusammenfassung der großen Zusammenhänge (da macht es uns Theweleit machmal etwas schwer...) hat mir Mut gemacht und mich motiviert, das Buch wieder zur Hand zu nehmen und mich damit zu befassen, auch die politische Notwendigkeit ist ja offensichtlich. Vielleicht kann ich diese wichtigen und schwierigen Erkenntnisse in die psa. Ausbildung mit einbringen...
    Danke!